Oenologie

Die oenologische Forschung am Weincampus Neustadt befasst sich mit einer Vielzahl von aktuellen und praxisorientierten Fragestellungen rund um die Weinbereitung, beginnend bei der Traubenannahme, über die Verarbeitung von Maische und Most, bis hin zum Weinausbau, zur Abfüllung und Lagerung der abgefüllten Weine. Mittels state-of-the-art Analytik im sensorischen und chemischen Bereich werden die komplexen Zusammenhänge zwischen oenologischen Einflussfaktoren und molekularen Veränderungen von Weinen aufgeklärt. Über global vernetzte Forschungskooperationen gehört die oenologische Forschung am Weincampus Neustadt zu den weltweit führenden Einrichtungen im Bereich innovativer Weintechnologien, Aromaanalytik und Polyphenolforschung. In laufenden Forschungsprojekten werden folgende Themen behandelt (Stand: Februar 2014):

  • Schnellerfassung von Aromavorstufen in Traubenmost und Sektgrundweinen mittels FT-MIR und ihre gesteuerte Freisetzung während der Gärung (FEI Projekt: AIF 16627 N)
  • Entwicklung einer dynamischen Mikrooxygenierung bei der Herstellung von Rotweinen (FEI Projekt: AiF 17719 N)
  • Nachweis von unerlaubten Aromazusätzen zu Wein (gefördert durch MULEWF)
  • Untypische und "schleichende" Kork-Fehltöne: Bestimmung bisher unbekannter Fehlaromakomponenten (gefördert durch MULEWF)
  • Biosynthesewege und Enantiodifferenzierung von 3-sec-Butyl-2-methoxypyrazin in Vitis vinifera und anderen Spezies (Landesgraduiertenförderung RLP)
  • Physikalische und Chemische Alternativen zur Fasskonservierung mittels schwefeliger Säure (gefördert durch FDW)
  • Rotweinausbau in Barriquefässern deutscher Herkunft (gefördert durch ATW)
  • Ermittlung des Sauerstoffbedarfs von Rotweinen (gefördert durch die Industrie)
  • Erhalt der Frische bei Weißweinen - technologische, chemische und sensorische Lösungsansätze (gefördert durch die Industrie)

Team

Mikrobiologie

Bei der Weinbereitung spielen Mikroorganismen die zentrale Rolle, sei es bei der alkoholischen Gärung durch Hefen oder bei der malolaktischen Fermentation durch Milchsäurebakterien. Gleichzeitig können diverse Schadorganismen die Inhaltsstoffe des Weins in beinahe allen Phasen der Herstellung negativ beeinflussen. Die Studierenden erwerben Kenntnisse in Theorie und Praxis über die wichtigsten Mikroorganismen, die in der Weinbereitung eine Rolle spielen. Auch die Detektion von Mikroorganismen ist ein wichtiger Lehr- und Forschungsschwerpunkt. Aktuelle, beispielhafte Fragestellungen sind:

  • Wie können buttrige Fehlnoten im Weißwein vermieden werden?
  • Wie können frühzeitig Gärstörungen erkannt werden, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen?
  • Wie können Schadorganismen schnell und einfach detektiert werden?
  • Wieso können manche Stämme mehr positive Aromen bilden als andere?
  • Wieso sind manche Stämme osmotoleranter als andere?

Team

Anschrift des Weincampus

Breitenweg 71
67435 Neustadt an der Weinstraße

 +49 (0) 6321 671-509

 +49 (0) 6321 671-514

weincampus@remove-this.hs-lu.de

Google Maps