Weinbau und Pflanzenphysiologie

Ziel weinbaulicher Forschungsarbeiten ist die Klärung des Einflusses qualitätsfördernder Kulturmaßnahmen auf die stoffliche Zusammensetzung der Traube, insbesondere der Zucker, Säuren, Aromastoffvorläufer, Anthocyane und Phenole. Diese bilden in ihrer Gesamtheit das Reservoir, aus dem bei der Weinherstellung die wertgebenden Inhaltsstoffe des Weines gebildet werden. In laufenden Forschungsprojekten werden die genetischen und umweltbedingten Einflüsse auf die Synthese von Aromastoffen (Monoterpene) und Farb- bzw. Geschmacksstoffen (Flavonoide, Stilbene) sowie auf die Physiologie der Beeren/Trauben (Größe, Anzahl, Beerenhautfestigkeit) untersucht. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Optimierung der Anbausysteme und weinbaulichen Maßnahmen, um notwendige Anpassungen der Produktionssysteme an den Klimawandel und die damit vermehrt auftretenden Spätfrostereignisse sowie Hitzeperioden zu untersuchen.

Team

Phytomedizin

Zahlreiche Krankheiten und Schädlinge bedrohen die Gesundheit der Weinrebe und gefährden damit Traubenertrag und -qualität. Forschungsarbeiten zur wirksamen und umweltschonenden Bekämpfung von Schaderregern sind daher ein Schwerpunkt der Arbeit im weinbaulichen Pflanzenschutz. Darüber hinaus sind aber auch Diagnostik, Beratung und Lehre sowie die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln wichtige Tätigkeitsfelder.

Die Forschungsschwerpunkte sind bedarfsorientiert und erstrecken sich in erster Linie über die folgenden Bereiche:

  • Erforschung von Krankheiten und Schädlingen  
  • Entwicklung und Optimierung von Bekämpfungsstrategien und Prognosesystemen
  • Indirekte Bekämpfungen durch Nützlingsschonung oder -förderung
  • Resistenzprüfungen und Erarbeitung von Strategien zur Resistenzvermeidung
  • Forschungsarbeiten zur Reduzierung oder Vermeidung von Umweltschäden durch Pflanzenschutzmaßnahmen

Zur Anwendung kommen dabei biologische, biotechnische und chemische Verfahren ebenso wie auch anbautechnische oder züchterische Maßnahmen. Derzeit aktuelle Beispiele sind unter anderem die Arbeiten zur Erforschung verschiedener Phytoplasmosen, der Holzkrankheit Esca, des neu aufgetretenen Schädlings Drosophila suzukii sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Pflanzenschutzmitteleinträgen in Oberflächengewässer.

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