Untersuchungen zum antagonistischen Potential verschiedener Trichoderma-Isolate gegen ausgewählte Esca-Erreger

Traxler, Kim
Januar 2023

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Titel
Untersuchungen zum antagonistischen Potential verschiedener Trichoderma-Isolate gegen ausgewählte Esca-Erreger
Autor
Traxler, Kim
Dissertation
Bachelorarbeit Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen 2023 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
Schlagwort
Weinrebenkrankheit, WeinbauPflanzenschutzTrichoderma
Genre
Hochschulschrift
Beschreibung
Esca ist eine weltweit auftretende Rebholzerkrankung, welche durch eine Kombination mehrerer pilzlicher Krankheitserreger (z. B. Phaeomoniella chlamydospora, Phaeoacremonium minimum, Diplodia seriata hervorgerufen wird. Die Pilze infizieren die den Rebstamm insbesondere über Schnittwunden am Holz. Infizierte Pflanzen sterben in einem langjährigen Prozess aufgrund zerstörter Leitbahnen letztendlich ab. Bekämpfungsstrategien beschränken sich derzeit insbesondere auf präventive Maßnahmen, wie beispielsweise dem wundarmer Rebschnitt oder auch der Behandlung der Schnittwunden mit fungiziden oder biologischen, antagonistischen Präparaten, insbesondere Trichoderma spec.Um das antagonistische Potential verschiedener Trichoderma-Isolate gegen die Esca-Erreger Diplodia seriata, Phaeomoniella chlamydospora und Phaeoacremonium minimum zu prüfen, wurden im Labor Sporenkeimungstests und ein Myzelwachstumstests durchgeführt. Für die Sporenkeimungstests wurden Isolate von Trichoderma gamsii, Trichoderma koningiopsis und Trichoderma atroviride (Vintec®, TASC1) in Kulturmedium angezogen, bevor das Medium nach verschiedenen Inkubationszeiten (3 und 7 Tage) abgezogen und steril filtriert wurde. Diese sterilen Kulturfiltrate wurden anschließend mit Sporen der pathogenen Pilze beimpft und die Keimrate wurde ein Tag nach Inokulation ausgewertet. Die Untersuchungen zeigten, dass die Sporenkeimung der Pathogene in den Trichoderma-Kulturfiltraten im Vergleich zur Kontrolle signifikant gehemmt wurde. Dabei wurde die hemmende Wirkung mit steigender Trichoderma-Inkubationszeit tendenziell gesteigert. Ein signifikanter Unterschied zwischen den untersuchten Trichoderma-Arten konnte in diesen Versuchen nicht nachgewiesen werden. In den Myzelwachstumstests wurden Myzelblöckchen der Pathogene und (zeitversetzt) Myzelblöckchen Trichoderma-Isolate auf eine Platte gegenüber beimpft und gegeneinander wachsen gelassen (Konfrontationstest). In diesen Versuchen zeigte sich Trichoderma atroviride (TASC1) als konkurrenzstärkster Antagonist gegenüber aller Pathogene. Die Hemmwirkung hing dabei stark von der Wachstumsgeschwindigkeit der Pathogene ab. So konnten die Trichodermen den schnellwachsenden Diplodia seriata nicht so effektiv hemmen, wie die langsam wachsenden Phaeomoniella spec. oder Phaeoacremonium spec. Letztendlich belegten die Untersuchungen das hohe antagonistische Potential der Trichoderma-Isolate, sodass diese als biologische Bekämpfungsstrategie gegenüber holzzerstörenden Pilzen interessante weiterführende Ansätze bieten.
Herausgeber
Ludwigshafen
Erstellungsdatum
Januar 2023
Format
VII, 45 Seiten Diagramme, Illustrationen
Quelle
Bibliothekskatalog
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