Vergleich eines neuentwickelten mikroverkapselten Kipferpräperates ("CuCaps") mit dem Handelspräparat Funguran progress zur Bekämpfung der Rebenperonospora (Plasmopora viticola)
Weisbrodt, Josef
28.05.2019
Verfügbar: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz Lesesaal (WB 18/0062)
Weitere Informationen / Ausleihen
- Titel
- Vergleich eines neuentwickelten mikroverkapselten Kipferpräperates ("CuCaps") mit dem Handelspräparat Funguran progress zur Bekämpfung der Rebenperonospora (Plasmopora viticola)
- Autor
- Weisbrodt, Josef
- Dissertation
- Bachelorarbeit Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen 2019 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
- Schlagwort
- Plasmopara viticola, Kupfer, Mikroverkapselung, Pflanzenschutz, Biologischer Weinbau
- Genre
- Hochschulschrift
- Beschreibung
- Der Feldversuch zeigt, dass mit dem microverkapselten Kupfer eine zielführende Strategie zur Kupfereinsparung verfolgt wird. Im Vergleich beider kupferhaltigen Präperate kann eine Steigerung der "CuCaps" nachgewiesen werden. Für Winzer erscheint die nachvollziehbare Optimierung der Anlagerungsfähigkeiten durch eine intensivere Haftfähigkeit der Fettkapseln an der Cutikula vorteilhaft. Eine zusätzliche Minimierung der Kupferaufwansmenge wird durch die Regenbeständigkeit des mikroverkapselten Versuchspräperates erreicht. Weitere Vorteile sind die weinsparung von Arbeitszeit durch weniger benötigte Applikationen und eine zeitverzögerte Freigabe von Kupferionen. Aufgrund der verbesserten Haftfähigkeit und Freisetzungsoptimierung besteht nach Regenschauern ein geringerer Zeitdruck bis zur Erneuerung des Kupferbelages. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das Versuchsmittel 75% als auch das Versuchsmittel 50% einen ausreichenden Wirkungsgrad aufweisen. Als errechnete Kupferaufwandmenge für das Versuchsmittel 50% wurden 625g/ha ermittelt. Laut Zulassung sind im Versuchsjahr weitere 2375 g/ha einsetzbar. Zusätzlich kann mit der vorliegenden Arbeit nachgewiesen werden, dass ein Minimumwert des Blattbelags von 181,1 g/ha Kupferbelag an den Blättern ausreichenden Schutz gegen das Pathogen "Plasmopora viticola" bietet. Abgesehen von der Kontrolle konnten im Versuchsjahr 2017 alle Trauben zu Wein bereitet werden. Daraus lässt sich ein enormes Potential zur Kupfereinsparung ableiten. Diese beachtliche Einsparung von Kupfer leistet einen Beitrag zur Sicherung der Zukunft des Bioweinbaus. Mit dem mikroverkapselten Präperat wird eine Wirkungsoptimierung von Kupfer gegen den Schaderreger "Plasmopora viticula" bei gleichzeitiger Reduktion der Aufwandmenge erreicht. Dennoch bedarf es weiterer Erforschung nach Alternativen, weil das Schwermetall Kupfer negative Eigenschaften im Hinblick auf Bodeneintrag und Reduktion der Biodiversität besitzt.
- Herausgeber
- Ludwigshafen am Rhein
- Erstellungsdatum
- 28.05.2019
- Quelle
- Bibliothekskatalog