Vergleich von verschiedenen Süßholzpräparaten als Bekämpfungsmittel gegen Plasmopora viticola an Topfreben

Schilling, Kai Yannik
Januar 2025

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Titel
Vergleich von verschiedenen Süßholzpräparaten als Bekämpfungsmittel gegen Plasmopora viticola an Topfreben
Autor
Schilling, Kai Yannik
Bogs, Jochen (Akademische Betreuung / Degree supervisor)
Dissertation
Bachelorarbeit Hochschule Ludwigshafen am Rhein 2025 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
Schlagwort
Weinbau, Plasmopara viticola, Kupfer, Süßholzstrauch
Genre
Hochschulschrift
Beschreibung
Die Krankheit des Falschen Mehltaus, hervorgerufen durch Plasmopora viticola, stellt immer noch eine große Gefahr für die Erträge der Winzer dar. Die Bekämpfung ist besonders im biologischen Weinbau schwierig, da nur Kupfer als Pflanzenschutzmittel zur Verfügung steht und die Ausbringmenge wegen der Anreicherung im Boden auf 3 kg pro Hektar und Jahr beschränkt ist. Extrakte aus Blättern des Echten Süßholzes (Glycyrrhiza glabra) haben aufgrund des enthaltenen Wirkstoffes Glycyrrhizin eine fungizide Wirkung und wurden in dieser Arbeit gegen Kupfer als Pflanzenschutzmittel verglichen. Dazu wurden vier Süßholzpräparate der Firma Trifolio-M, das Kupferpräparat Cuprozin progress und Wasser als Kontrolle auf jeweils sieben Topfreben pro Variante appliziert und diese dann mit P. viticola infiziert, nach einer Woche wurde die Befallshäufigkeit und Befallsstärke bonitiert. Des Weiteren wurde untersucht, wie sich ein früherer Applikationszeitpunkt auf die Wirkung der Präparate auswirkt. Dazu wurden die Topfreben in einem weiteren Versuch erst eine Woche nach der Mittelapplikation mit Peronospora inokuliert. Abschließend wurde ein Süßholzpräparat gegen Kupfer und Wasser in einem Blattscheibentest auf seine Wirkung getestet. In drei von vier Topfrebenversuchen konnte eine signifikante Befallsminderung durch die Behandlung mit 1,5-prozentigen Süßholzextrakten erreicht werden. Diese Varianten waren bei starkem Befallsdruck genauso effektiv wie Kupfer, bei schwächerem Befallsdruck und frühzeitiger Applikation besaß die Variante S192 einen besseren Wirkungsgrad als Cuprozin progress. Der Blattscheibentest hat die Ergebnisse des Gewächshausversuches nochmals bestätigt, sowohl Cuprozin progress als auch S192 haben die Anzahl an Sporen pro Milliliter signifikant reduziert. Diese Arbeit hat die fungizide Wirkung von Süßholz nachgewiesen und deckt sich mit den Ergebnissen anderer Versuche in der Literatur. Da die Versuche unter kontrollierten Bedingungen im Gewächshaus durchgeführt wurden können sie keine Aussage über die Praxistauglichkeit im Weinberg treffen. Dort haben Niederschläge und UV-Strahlen entscheidenden Einfluss auf die Mittelwirksamkeit. Weitere Versuche im Freiland müssen durchgeführt werden, um die Mittelformulierungen an die Umwelteinflüsse anzupassen, sodass den Winzern in Zukunft eine potente und zuverlässige Kupferalternative zur Verfügung gestellt werden kann und somit die Belastung der Böden abnimmt.
Herausgeber
Ludwigshafen Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Erstellungsdatum
Januar 2025
Format
1 Online-Ressource (V, 41 Seiten) Illustrationen
Quelle
Bibliothekskatalog
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