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Einfluß von Umweltfaktoren auf die trichoderma-Sporenkeimung bei der biologischen Esca-Bekämpfung

Rebmann, Lara
29.07.2019

Available: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz Lesesaal (WB 18/0073)

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Title
Einfluß von Umweltfaktoren auf die trichoderma-Sporenkeimung bei der biologischen Esca-Bekämpfung
Author
Rebmann, Lara
Dissertation
Bachelorarbeit Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen 2019 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
Subject
Weißfäulepilze / Trichoderma atroviride
Genre
Hochschulschrift
Description
Die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten im Weinbau haben sich durch viele Veränderungen in den letzten Jahren zusehends verstärkt. Die degenerative Holzkrankheit Esca ist eine davon. Durch das Zusammenspielt mehrerer verschiedener Weißfäulepilze werden ligninhaltige Rebteile abgebaut, was zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensweise bis hin zum Absterben der ganzen Pflanze führen kann. Dies bedeutet enorme Ertragsausfälle und Flächenverluste. Die Rolle der Pilze im Naturhaushalt ist dabei eine sehr vielfältige, sodaß auch Gegenspieler wie die Trichoderma-Art als Platzhalter eingesetzt werden können, um die Ansiedlung und Verbreitung der Weißfäulepilze zu verhindern. Die Keimungsrate der untersuchten Trichoderma atrovirde und der damit verbundene Anwendungserfolg sind von verschiedenen Umweltfaktoren abhängig.Bei den vorliegenden Untersuchungen konnte die Vermutung bestätigt werden, dass das Zeitfenster für eine erfolgreiche Trichoderma-Anwendung im Feld nicht nur sehr klein, sondern auch schwer zu finden ist. Weiter konnte die vom Hersteller Belchim vorgegebene Mindesttemperatur von 10ºC bei der Ausbringung des "Vintec"-Produkts bestätigt werden. Die untersuchten Keimungsraten bei darunterliegenden Temperaturen ergaben ein sich verlangsamenderes Wachstum bis hin zu einem rückgängigen. Bereits gekeimte Trichoderma-Sporen und gebildete Myzelien wurden durch Frost abgetötet, wobei die nidrigste Temperatur von -5ºC den stärksten vernichtenden Einfluß hatte. Durch Wiederholungen der Kälte- und Frostereignisse verlangsamte sich das Wachstum weiterhin zunehmend, wobei mit sinkender Temperatur und erneuter Wiederholung die Wirkung immer gravierendere Ausmaße annahm. Die Trichoderma-Anwendung in der Rebschule sowie im Weinberg scheint auch bei niedrigem Keimungserfolg in jedem Fall sinnbringend, zielführend und kostengünstig. Einen gesicherteren Erfogl bei der Esca-Bekämpfung verspricht die Kombination verschiedener präventiver maßnahmen wie der Reduzierung der Totholzbildung bei der Rebveredelung, des rücksichtsvollen Rebschnitts, der angemessenen Rebenernährung uns Kulturführung mit der Unterstützung des eigentlichen Ökosystems Weinberg. Dazu gehört auch die Förderung von Mikroorganismen, die Erhaltung des ökologischen Bewustseins der Winzer und der fortwährenden Bereitschaft, von den Zusammenhängen in der Natur zu lernen.
Publisher
Ludwigshafen
Creation Date
29.07.2019
Format
VII, 59 Seiten Illustrationen, Diagramme
Source
Bibliothekskatalog
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