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Heißwasserapplikation als Alternative in der Unterstockbodenpflege

Orb, Jens Gregor
30. November 2018

Available: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz Lesesaal (WB 18/0051)

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Title
Heißwasserapplikation als Alternative in der Unterstockbodenpflege
Author
Orb, Jens Gregor
Dissertation
Bachelorarbeit Hochschule Ludwigshafen am Rhein 2018 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
Genre
Hochschulschrift
Description
Als im März 2017 die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) den Wirkstoff Glyphosat, der in Total-Herbiziden auch im Weinbau Anwendung findet, als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufte, intensivierte sich die Suche nach alternativen, nicht-mechanischen Methoden der Unterstockbodenbearbeitung. Diese Bachelorthesis befasste sich in der Vegetationsperiode 2018 mit thermischen Verfahren zur Bewuchskontrolle. Mit zwei unterschiedlichen Applikationsverfahren wurde Heißwasser auf den 40 cm breiten Unterstockbereich appliziert, um dort den Aufwuchs von Beikräutern zu unterdrücken. Neben dem projektiven Bedeckungsgrad wurden außerdem die Höhe des Aufwuchses, die Erwärmung des Bodens und der Gehalt an verfügbarem Stickstoff erfasst Schließlich wurde eine Kostenkalkulation der angewendeten Verfahren angefertigt. Die beiden Heißwasservarianten wurden parallel in einer Versuchsfläche mit den in der Praxis üblichen Verfahren der mechanischen Offenhaltung und der chemischen Bewuchskontrolle durchgeführt. Da der Sommer 2018 als ein Rekordjahr hinsichtlich Trockenheit und Hitze in die Geschichte einging, war der Beikrautaufwuchs erschwert und somit jegliche Behandlung begünstigt. Dementsprechend konnten sichtbare Effekte der Applikationen beobachtet werden (bis zu 74 % Bedeckungsgrad), die im Vergleich zu den Standardvarianten zwar schwächer hinsichtlich Beseitigung der Beikräuter wirkten, in puncto Beschattung und verminderter Erhitzung des Bodens jedoch positiv bewertet werden konnten. Die Durchführungskosten der Heißwasservarianten lagen mit über 300 €/ha weit über denen der Standardvarianten (60-70 €/ha). Auch hinsichtlich des Wasser- und Zeitaufwandes sind die durchgeführten Heißwasserapplikationen als negativ zu bewerten. Somit kann für diese Varianten keine Praxisreife ausgesprochen werden. Beide Händler haben jedoch schon Veränderungen bzw. Aufrüstungen signalisiert, die zur Optimierung der Methodik führen könnten.
Publisher
Ludwigshafen
Creation Date
30. November 2018
Format
X, 52 Seiten Illustrationen, Diagramme
Source
Bibliothekskatalog
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