Aktuelle Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Alternativen zu Glyphosat und Co. im Weinbau?

 

Unterstockbodenpflege 4.0 

Im Weinbau wird der Unterstockbereich zwischen den Rebstöcken durch verschiedene Verfahren von konkurrierenden Beikräutern befreit. Ziel ist es, die mikroklimatische Situation für die Rebe zu verbessern, Wasser- und Nährstoffkonkurrenz ein-zuschränken und damit Ertrag und Qualität der Trauben zu garantieren. Das Zeitalter der Digitalisierung bietet vielfältige Potentiale zur Steigerung der Effizienz des Betriebsmittel- und Arbeitskräfteeinsatzes sowie zur Verbesserung der Nachhaltigkeit durch Ressourcen- und Umweltschutz. Neben den bewährten Möglichkeiten, wie mechanische Verfahren sowie Herbizideinsatz, werden am DLR Rheinpfalz im Rahmen eines Forschungsprojektes neue innovative Verfahren auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

 

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Anpassung der Rotweintechnologie an die klimabedingte Varianz der phenolischen Traubenreife

 

Auf dem deutschen als auch internationalen Weinmarkt sind sie besonders gefragt: Farbstarke, körper- und tanninreiche Rotweine, die über ein harmonisches Verhältnis von Säure und Adstringenz verfügen und geschmacklich ausgewogen sind. Für die Produktion solcher hochwertigen Rotweine sind auch viele Regionen in Deutschland geeignet – dies haben auch viele Weinerzeuger erkannt: 35 % der Rebfläche werden inzwischen mit Rebsorten roter Keltertrauben wie Spätburgunder, Lemberger oder Dornfelder bestockt. Bei der hiesigen Rotweinproduktion liegt die besondere Herausforderung in wechselnden Wetterbedingungen, die hierzulande stärker schwanken als in anderen Ländern. Der Klimawandel verschärft diese Situation durch steigende Durchschnittstemperaturen, extreme Niederschlagsereignisse oder monatelang anhaltende Trockenheit. Um diesen Jahrgangsschwankungen im Weinbau zu begegnen und den komplexen Prozess der Rotweinbereitung im Weinkeller optimaler steuern zu können, bedarf es einer genauen Kenntnis der Zusammenhänge zur Anpassung der oenologischen Verfahren.

 

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Vitamin B12-Versorgung im All?

S. cerevisae könnte Habinauten langfristig versorgen

Der Hefe Saccharmomyces cerevisiae haben wir Menschen bereits viel zu verdanken. Sie ist hauptverantwortlich für die Herstellung von alkoholischen Getränken und auch als Bäckerhefe im Einsatz. Zudem produziert sie Vitamin B12 und Fette. Die Versorgung mit Vitamin B12 von Menschen, die sich länger im Weltraum aufhalten, ist eine der Herausforderungen, mit der sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln beschäftigt. Habinauten werden sich nur rein vegetarisch ernähren können, da dies in einem geschlossenem System wie einer Raumkapsel als einzige ökologische Variante zu empfehlen ist. Mit der rein vegetarischen Ernährung wird es allerdings zu einem Mangel an Vitamin B12 kommen und damit zu einer schrittweisen Degradierung des neuronalen Systems. S. cerevisae wäre hier ein möglicher Vitamin B12 Lieferant, der günstig zu kultivieren ist und die nötigen Vitamine liefert. Deshalb ist es wichtig den Einfluss der Beschleunigung, Schwerelosigkeit und Strahlung, wie sie bei einem Aufenthalt im All auftreten, auf die Hefezellen und die Produktion von Vitamin B12 hin zu untersuchen.

 

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