EIP-AGRI Wein Mehrweg

Zum Hintergrund des Projekts

Projektziel

Warum sollte sich die Weinbranche mit Mehrweg beschäftigen?

- Steigende Erzeugerpreise für Glas

- Nachhaltigkeitsprioritäten von Konsumenten

- CO2-Fußabdruck Wein -> Die Weinflasche ist Grund für den hohen CO2-Fußabdruck

Die Weinbranche steht angesichts der globalen Nachhaltigkeitsbemühungen vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu entwickeln, um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. In diesem Bestreben rücken Kreislaufsysteme und Mehrweglösungen als vielversprechende Instrumente zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs ins Rampenlicht. 

Inmitten der fortschreitenden Diskussion um nachhaltige Praktiken in der Weinbranche rückt das EIP-Agri Projekt Wein-Mehrweg in den Fokus:

In enger Kooperation mit dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) strebt das Projekt die Konzipierung und Etablierung eines überregionalen und praxistauglichen Mehrwegsystems für 0,75L-Weinflaschen an. Die gezielte Einführung eines Mehrwegsystems soll die Wiederverwendung von Glasflaschen fördern und einen bedeutenden Beitrag zur Schonung von Ressourcen sowie zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Weinproduktion leisten.


Wettbewerbe und Umfragen

Aktuelles

Mehrweg beim Wein als Nachhaltigkeitshebel findet trotz vieler Herausforderungen mediales Interesse. Vor allem die Vielfalt der Weinflaschen auf dem deutschen Markt erweist sich als hinderlich für die effiziente Einführung von Mehrwegsystemen, da die aufwendige Sortierung unzähliger Flaschenmodelle den Prozess behindert. Unser Ziel ist es, proaktiv und viral wirksam das Thema Mehrweg als Lösungsansatz zu fördern.

Hierzu haben wir uns Gedanken zu einem Wettbewerb der „besten Mehrwegflasche“ gemacht. Das Konzept lehnt sich an Schönheitswettbewerbe und trägt daher den Namen „Germany’s Next Top Bottle“. In einem mehrstufigen Prozess werden Experten, Designer und Kreative mit und für die Branche eine „Superflasche“ entwerfen. Wir streben belastbare Ergebnisse an, die nicht nur die Weinindustrie, sondern auch die Konsumenten inspirieren und zum Umdenken anregen sollen. Dieser Wettbewerb soll nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Weinproduktion leisten, sondern auch Spaß machen und anregend sein.

Erfahren Sie mehr über den Wettbewerb: Link (Coming Soon!)

Kreative Köpfe gesucht!

Sie sind Designer und beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Wein? Sie sind als Ingenieur tätig und arbeiten täglich mit Produktverpackungen? Sie sind interessierter Student und haben noch keine Erfahrung mit Produktentwicklung? Kein Problem! Reichen Sie bis zum 30.04.2024 Ihren Entwurf für eine Wein-Mehrwegflasche ein!

Gesucht werden kreative, ausdrucksstarke Designs für Wein-Mehrweg-Glasflaschen, mit denen der CO₂-Fußabdruck der Weinbranche langfristig maßgeblich reduziert werden kann. Fühlen Sie sich in der Gestaltung der Flasche frei und entfalten Sie Ihre künstlerische Vision beliebig. Orientieren Sie sich bei Ihrem Entwurf an bestehenden Flaschenmodellen oder entwerfen Sie ein komplett neues Design.

Einzuhaltenden Werte für die Flasche:

- Nennvolumen: 0,75 L

- Maximaler Durchmesser: 80 mm

- Maximale Höhe: 330 mm

Die angegebenen Werte dienen zur Orientierung und müssen nicht auf der Zeichnung angegeben werden.

So nehmen Sie am Wettbewerb teil:

Nutzen Sie unser Anmeldeformular, um ganz unkompliziert Ihren Flaschenentwurf hochzuladen. Nach einer Online-Abstimmung bis zum 14.06.2024 gelangen die 10 Entwürfe mit den meisten Stimmen in die Endrunde. Dort werden sie im Finale von einer Expertenjury erneut bewertet, und die Gewinner werden anschließend ausgewählt.

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit unseren Datenschutzhinweisen [Link] und den Teilnahmebedingungen [Link] einverstanden.

Für die Anmeldung und Einreichung Ihres Entwurfs klicken Sie bitte hier: Link

Jeder Beitrag zählt - Unterstützen Sie uns!

Um dieses innovative Format umzusetzen, laden wir Sie herzlich ein, Teil des Wettbewerbs zu werden und "Germany’s Next Top Bottle" zu unterstützen. Jeder Beitrag zählt, sei es durch:

- Einen Designbeitrag,

- Ihre aktive Teilnahme an der Veranstaltung als Experte,

- finanzielle Unterstützung für die Auslobung der Designsieger,

- Ihr Wissen als Experte der Branche,

- oder durch das Generieren von Aufmerksamkeit wie beispielsweise ein Teilen der Überlegungen und begleitender Aktivitäten in Ihren Accounts der sozialen Medien.

Wir freuen uns auf Ihre aktive Einbringung, besonders bei der Adressierung innovativer Köpfe oder Organisationen zur Kreation eines Flaschendesigns.

Melden Sie sich bei Interesse zur Gestaltung der Veranstaltung gerne uns unter:

nachhaltiger-weincampus@hwg-lu.de

Schreiben Sie uns hierfür einfach eine E-Mail oder rufen Sie kurz an und wir informieren Sie über den weiteren Ablauf des Wettbewerbs.

Ihre Meinung ist für die Gestaltung von Lösungsansätzen sehr relevant, denn nur wenn das System für alle zielführend ist, wird es ein Umsetzungserfolg und bringt die erhofften Effekte. Unterstützen Sie uns, die vielen relevanten Aspekte zu beleuchten und herauszufinden, ob und in welcher Weise ein Mehrwegsystem für Wein in Deutschland umsetzbar wäre.

ZUR UMFRAGE

Die Teilnahme an unserer Umfrage dauert weniger als 10 Minuten, und alle Informationen werden vertraulich und anonymisiert erfasst. Durch Ihre Teilnahme haben Sie zusätzlich die Gelegenheit, an unserer Verlosung von drei Weinpaketen teilzunehmen. Weitere Informationen zur Verlosung finden Sie in der Umfrage.

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Ihrer Teilnahme an der Studie unterstützen und die Repräsentativität der Aussagen steigern.


31 Projektpartner

Die operationelle Gruppe

Die operationelle Gruppe des EIP-Agri Projekts Wein-Mehrweg setzt sich aus insgesamt 31 Mitgliedern zusammen. Zu den Beteiligten gehören 19 renommierte Winzergenossenschaften, überregionale Getränkebranchenverbände, mehrere Handelspartner, Glashersteller, Spülzentren und der Weincampus Neustadt als Forschungspartner. Durch die gezielte Kooperation über regionalen Grenzen hinweg wird ein umfassender Ansatz verfolgt, der als Grundlage für die erfolgreiche Einführung dient.

Verbände

  • Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.
  • Verband der Fruchtsaftindustrie eV
  • Weinbauverband Württemberg e.V.
  • Badischer Weinbauverband e.V.
  • Pro Mehrweg e.V.


Handelsunternehmen

  • EDEKA Südwest
  • Globus
     

➔ Insgesamt 31 OPG-Mitglieder und ein erweiterter Kreis an Interessierten

Beteiligte Genossenschaften und Unternehmen – Die Praxis

  • Deutscher Mineralbrunnen eG
  • Ein Glashersteller
  • Eine Flaschenhandelsgenossenschaft
  • Ein Flaschenspülunternehmen
  • 19 Winzer- und Weingärtnergenossenschaften


Forschungspartner

Weincampus Neustadt – Prof. Dr. Dominik Durner & Prof. Dr. Marc Dreßler


Die Wertschöpfungskette soll zum Kreislauf werden

Zielsetzung

Das übergeordnete Ziel ist die Entwicklung von innovativen Lösungen für die vielschichtigen Herausforderungen der Mehrweginitiative.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Schaffung eines durchdachten Mehrwegsystems, das nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch eng mit dem Handel und dem Konsumentenverhalten verzahnt ist. Gemeinsam streben wir nicht nur eine ökologisch sinnvolle, sondern auch ökonomisch tragfähige Lösung an. Die Verknüpfung entlang der Wertschöpfungskette, in Form von Experimenten und Tests mit unterschiedlichen Konzeptgedanken und Implementierungsperspektiven, bildet ein starkes Wissensnetzwerk, das direktes Feedback für praxisorientierte Forschung ermöglicht.


Arbeitsplan der Forschung

  • Entwicklung und Formulierung technischer Spezifikationen für Weinflaschen, -etiketten und -verschlüssen inkl. der Flaschenträgersysteme
  • Welche Flaschen kommen für das Mehrwegsystem aus technischer und Konsumenten-Sicht in Frage?
  • Abstimmung der Logistikprozesse mit Abläufen der Wein-Wertschöpfungskette
  • Welche mehrwegfähigen Flaschenträgersysteme werden benötigt?
  • Analyse von Wegstreckung und der Nachhaltigkeit des geplanten Systems

Ziele der Initiative

  • Entwicklung eines Mehrwegsystems für 0,75L-Weinflaschen
  • Aufbau eines Wissenshubs für die gesamte Branche
  • Es wird ein starker Fokus auf die Zukunftsfähigkeit und die Praktikabilität gelegt
  • Starker Einbezug des Handels und der Konsumenten (MaFo)
  • Andere neue Verpackungsarten (z.B. Keg) von Wein werden miteinbezogen
  • Nachweisliche Senkung des CO2-Fußabdrucks einer Flasche Wein
  • Förderung von Mehrwegsystemen in der Weinbranche

Etablierung eines Mehrwegsystems

Herausforderungen

Die Weinproduktion ist mit Herausforderungen konfrontiert, die von ökologischen über ökonomische bis hin zu sozialen Aspekten reichen. Die Praxis zeigt, dass die Einführung von Mehrwegsystemen trotz vielversprechender ökologischer Vorteile auf erhebliche Umsetzungshürden stößt.

Die Einführung eines Mehrwegsystems für Weinflaschen ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Weinindustrie. Dieser Wandel erfordert einen sorgfältig geplanten Change Management-Prozess, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten – von den Winzerinnen und Winzern über die Distributoren bis zu den Endverbrauchern – den Übergang erfolgreich gestalten können.


Projektdaten

 

 

10/2022 – 12/2024

Das Projekt Wein-Mehrweg wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) gefördert. Die Fördermaßnahme ist Teil des Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2022 (MEPL III). Das Projekt wird durch das Land Baden-Württemberg und über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) finanziert.