Studie „Wine Label Design“

Studie „Wine Label Design“

Einfluss der Etikettengestaltung auf Geschmackswahrnehmung und Konsumentenverhalten

 

Leider gibt es bisher kaum genaue Erkenntnisse dazu, wie die Etikettengestaltung die Geschmackswahrnehmung beeinflusst und wie dieser Gesamteindruck sich auf das Konsumentenverhalten auswirkt. Hier setzt unsere interdisziplinär und international ausgerichtete Studie an. Wir wollen untersuchen, wie sich Weinetiketten auf die Geschmacks- und Qualitätswahrnehmung auswirken und dadurch Kaufabsicht und Zahlungsbereitschaft des Kunden beeinflussen. Um hier möglichst fundierte und generalisierbare Ergebnisse zu erhalten, ist sowohl eine enge Zusammenarbeit von Experten aus dem Bereich des Marketing und der Önologie wichtig als auch ein Studienaufbau, der die Sicht der „alten Welt“ und der „neuen Welt“ umfasst. Neben Dr. Sergej von Janda - Habilitand am Lehrstuhl für Marketing und Innovation der Universität Mannheim und Hauptinitiator der Studie - sind daher weitere Partner am Projekt beteiligt: Prof. Dr. Laura Ehm vom Weincampus Neustadt, Rebecca Dolan, Ph.D. von der University of Adelaide in Australien, Dr. Pascal Wegmann-Herr vom DLR Rheinpfalz sowie Prof. Dr. Gergely Szolnoki von der Hochschule Geisenheim. Außerdem wird die Studie von mehreren Kooperationspartnern aus der Praxis unterstützt. Weine für die Experimente erhalten wir vom Weingut Buchert in Mußbach, der Winzergenossenschaft Herrenberg Honigsäckel in Ungstein sowie dem Staatsweingut mit Johannitergut in Neustadt. Frederic Groß von der KPG Visuelle Kommunikation GmbH unterstützt uns beim grafischen Design der Etiketten. Sowohl der Etikettenhersteller ROTAS, als auch die Dieter-Schwarz Stiftung unterstützen uns als Sponsor.


Die Studie ist mehrstufig aufgebaut. Neben Expertengesprächen und einer umfangreichen Online-Befragung werden bis Ende 2019 diverse Labor- und Feldexperimente durchgeführt.

 

Erste Ergebnisse deuten bereits an, dass die Gestaltung und Auswahl von „passenden“ Weinetiketten absolut keine triviale Angelegenheit ist und man sich besser nicht ausschließlich auf sein Bauchgefühl oder aktuelle Trends verlassen sollte. Die Ergebnisse unserer Studie sollen Praktikern ganz konkret dabei helfen, das zu einem Wein passende Etikett auszuwählen – auch um beim Konsumenten keine falschen Erwartungen zu wecken. Ziel unserer Studie ist es somit, klare Handlungsempfehlungen abzuleiten, welche Art von Etikett man in Abhängigkeit von Geschmack, Qualität und preislicher Positionierung eines Weins wählen sollte.

 

Bei Interesse an der Studie wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Laura Ehm