Waste2Value

Organisationseinheit

XXX

Leitung

Prof. Dr. Maren Scharfenberger-Schmeer

Projektnummer

03WIR4515B

Forschungsfeld

XXX

Förderprogramm

Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Programm W2V

Kategorie

XXX

Laufzeit

04/2026- 12/2028

Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine biobasierte Alternative für Ethyl-Vinyl-Acetat (EVA), als Ausgangsmaterial für z.B. EVA-Schaumstoff herzustellen. EVA wird für Verpackungsmaterialien, Schuhsohlen, Matten und Spielzeug verwendet. 

Hierzu werden überwiegend Nebenerzeugnisse und Rückstände eingesetzt, die in Rheinland-Pfalz erzeugt werden. Eine Ausgangskomponente ist Melasse, welche als Nebenerzeugnis bei der Zuckerproduktion entsteht. Ebenso wird Traubentrester als Ressource verwendet. Etwa 25 % des Gewichts der geernteten Trauben fallen als fester Rückstand an. Da Mikroorganismen die komplexen Kohlenhydrate im unbehandelten Trester nicht direkt verwerten können, ist eine gezielte mechano-enzymatische Vorbehandlung erforderlich. Unter der Leitung der Kollegin Prof. Dr.-Ing. Kathrin Ochsenreither an der Hochschule Kaiserslautern werden hierbei Enzyme in Kombination mit einer temperierbaren Schwingmühle eingesetzt, um die Polysaccharid- Strukturen aufzuspalten und fermentierbare Zucker freizusetzen.

Aus den Zuckern aus Trester und Melasse wird durch Fermentation Ethanol und Essigsäure gewonnen. 

Die Kooperationspartner der Universität Jena unter der Leitung von Prof. Dr. Hatice Mutlu verarbeiten die Bausteine Bio-Ethanol und Bio-Essigsäure in einem zweistufigen Verfahren (zweiter Schritt Polymerisation) zu Bio-EVA.

An der Hochschule Kaiserslautern werden unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Schuster die Materialeigenschaften von Bio-EVA im Vergleich zu herkömmlichem EVA geprüft. 

Das gewonnene Bio-EVA soll herkömmliche erdölbasierte Kunststoffe ersetzen.