Untersuchung des Einflusses verschiedener Bodenbearbeitungsintensitäten auf die Mineralisierung im Boden sowie den Einfluss auf das generative und vegetative Wachstum der Rebsorte Riesling (Vitis vinifera L.)
Walter, Moritz
24. Juli 2024
Available: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz Lesesaal
- Title
- Untersuchung des Einflusses verschiedener Bodenbearbeitungsintensitäten auf die Mineralisierung im Boden sowie den Einfluss auf das generative und vegetative Wachstum der Rebsorte Riesling (Vitis vinifera L.)
- Author
- Walter, Moritz
Bogs, Jochen - Dissertation
- Bachelorarbeit Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen 2024 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
- Subject
- Weinbau / Bodenbearbeitung, Boden / Mineralisation, Weinrebe / Riesling
- Genre
- Hochschulschrift
- Description
- Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss unterschiedlicher Bodenbearbeitungsintensitäten auf die Mineralisierung im Boden sowie die Auswirkungen auf das vegetative und generative Wachstum der Rebsorte Riesling in der Pfalz zu untersuchen. Im Jahr 2023 zeigte sich die phänologische Entwicklung des Rieslings im Vergleich zu den Jahren 2011-2020 weitgehendunverändert. Trotz eines niederschlagsreichen März und trockenen Monaten Mai und Juni traten keine extremen klimatischen Ereignisse auf, die den Wasserstress der Reben signifikant beeinflussten. Die Bodenfeuchtemessungen zeigten signifikante Unterschiede zwischen der Oberfläche und 30 cm Tiefe, jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten. Dies deutet darauf hin, dass fehlende Niederschläge die Bodenfeuchte stärker beeinflussten als die Bodenbearbeitung selbst. Bei der Nitratfreisetzung ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen den Bodenbearbeitungsvarianten, besonders bei intensiver Bodenbearbeitung wie Fräsen, die zu höheren Nitratwerten führte. Auch beim Ertrag zeigten die Varianten signifikante Unterschiede, wobei Fräsen den höchsten Ertrag erzielte, gefolgt von 2xStören, 1xStören und Walzen. Intensive Bodenbearbeitung fördert erwartungsgemäß höhere Erträge durch bessere Nährstoffverfügbarkeit. Das Schnittholzgewicht zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsvarianten, obwohl Fräsen tendenziell höhere Werte aufwies. Der Ravaz-Index, der das Verhältnis von Ertrag zu Schnittholzgewicht darstellt, zeigte ebenfalls keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten. Allerdings wurde eine allgemeine Überlastung der Reben festgestellt, die auf hohen Ertrag in Vorjahren und intensive Düngung zurückgeführt werden kann. Die Blattflächenanalyse ergab signifikante Unterschiede zwischen den Varianten. Intensive Bodenbearbeitung wie Fräsen führte zu einer größeren Blattfläche, was auf eine höhere Nährstoffverfügbarkeit hinweist. Beim Botrytis-Befall wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt, obwohl eine leichte Tendenz zu höherem Befall bei intensiver Bodenbearbeitung beobachtet wurde. Dies könnte mit der höheren vegetativen Leistung und dem dichteren Blätterdachzusammenhängen. Die Beereninhaltsstoffe variierten ebenfalls signifikant zwischen den Varianten. Intensive Bodenbearbeitung führte zu höheren Alkohol- und Zuckergehalten, während niedrige NOPA-Werte auf einen möglichen Stickstoffmangel hinwiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass intensive Bodenbearbeitung wie Fräsen die Nährstoffverfügbarkeit und damit das vegetative Wachstum und den Ertrag der Reben fördert, jedoch auch Risiken wie eine Überlastung der Reben und einen möglichen Stickstoffmangel birgt. Zukünftige Studien sollten präzisere Messmethoden und eine höhere Anzahl an Messungen verwenden, um systematische Fehler zu minimieren und ein besseres Verständnis der Unterschiede zwischen Feldkapazität und nutzbarer Feldkapazität zu erlangen.
- Publisher
- Ludwigshafen Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
- Creation Date
- 24. Juli 2024
- Format
- V, 66 Seiten Diagramme, Illustrationen
- Source
- Bibliothekskatalog