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Weinbau in Zeiten des Klimawandels globaler Vergleich und Leitfaden zu klimaneutralem Wein

Sahner, Marcel
16. Mai 2022

Available: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz Lesesaal (BWL 14/0008)

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Title
Weinbau in Zeiten des Klimawandels globaler Vergleich und Leitfaden zu klimaneutralem Wein
Author
Sahner, Marcel
Dissertation
Bachelorarbeit Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen 2022 Dualer Studiengang B.Sc. Weinbau und Oenologie Rheinland-Pfalz, Weincampus Neustadt
Subject
CO2-Bilanz, Wein, Weinherstellung
Genre
Hochschulschrift
Description
Anhand internationaler Studien und Praktiken von renomierten Weingütern auf der ganzen Welt lässt sich gut ausmachen, wo in der Weinproduktion besonders viele Treibhausgase entstehen und an welchen Stellen Einsparpotential besteht. Allgemein läßt sich der Lebenszyklus einer Flasche Wein in die Stadien Weinanbau, Weinausbau, Verpackung und Distribution untergliedern. Diese Stadien und die damit verbundenen Arbeiten haben einen unterschiedlich großen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck von Wein.Die deutschsprachigen, romanischen, libanesischen und amerikanische Studien stimme darin überein, dass die Verpackung, respektive die Glasflasche, zwischen 30 und 40% der Treibhausgase verursacht. Selbst bei Weingut Alfons Hormuth machen die Glasflaschen noch den größten Anteil aus. obwohl Mehrwegpfandflaschen aus Recyclingglas verwendet werden. Der Anteil des Weinanbaus am CO2-Fußabdruck schwankt zwischen den Regionen allerdings teilweise stark.Während in Anbaugebieten wie Deutschland, der Schweiz, Österreich und Kanada die Traubenproduktion meist fpr weniger als 20% des CO2 verantwortlich ist, macht es in Spanien und dem Libanon fast die Hälfte und somit den größten Teil aus. Den größten Anteil an den Emissionen des Weinbaus verursachen vor allem die Herstellung der Rebanlage, Ausbringung organischer Dünger und der Verbrauch von Treibstoff bei maschinellen Arbeiten. Entsprechend ist bei den meisten Quellen Diesel auch einer der größten Treibhausgasverursacher. Die Bewirtschaftungsform ist von zwei Seiten zu betrachten. Einerseits nehmen die Umweltbelastungen bei einem ökologischen Anbau im Vergleich zu konventionellem pro funktioneller Einheit absolut ab (Spanien), andererseits bleiben sie relativ gleich (Kanada).Nichtsdestotrotz entscheiden sich fast alle betrachteten Weingüter intrinsisch für eine möglichst umweltschonende Bewirtschaftung, also ökologisch oder biodynamisch. Des weiteren kann der Weinberg bei Verzicht auf organischen Dünger und Bodenbearbeitung von Emittenten in eine Co2-Senke umgewandelt werden (Schweiz). Standzeit und verwendete Materialien für das Spalier können den Co2-Fußabdruck ebenfalls maßgeblich beeinflussen (Rheinhessenwein, Italien). Stahl und kurze Standzeiten wirken sich negativ aus, Holz und lange Standzeiten positiv. Die eigentliche Weinbereitung spielt nur eine untergeordnete Rolle in der Umweltbelanz. Einige Weingüter verfolgen den Naturweingedanken jedoch in der Kellerwirtschaft weiter und verzichten teilweise komplett auf Weinbehandlungs- und Schönungsmittel (Van Colxem, Chateau Maris, einige Marken von Fetzer). Die größten Schwankungen in den Emissionen finden sich beim Transport des abgefüllten Weines. Diese können zwischen 7% (Spanien) und 75% (Rheinhessen) der gesamten Treibhausgase verursachen. Letztlich ergibt sich für das Produkt Wein ein druchschnittlicher CO2-Abdruck von etwa 1 bis 2 kg pro Flasche in einem normalen Distributionsszenario. Die Extrema bilden Weingut Alfons Hormuth mit 550 gr inclusive Lieferung bis an die Haustür als Minimum einerseits sowie kanadischer und rheinhessischer Wein, welche im schlimmsten Fall bis zu 4 kg CO2 verursachen können, wovon teilweise ¾ durch den Endkunden verursacht werden können.
Publisher
Ludwigshafen
Creation Date
16. Mai 2022
Format
44 Seiten
Source
Bibliothekskatalog
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